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Villa Sternberg

Revitalisierung einer Villa aus der Jahrhundertwende

Revi­ta­li­sie­rung einer Villa aus der Jahr­hun­dert­wende, deren räum­li­chen Poten­ziale unter einer kathe­dra­len­ar­ti­gen Dach­kon­struk­tion in einem Dorn­rös­chen­schlaf lagen. Ziel der Umge­stal­tung war es, den vor­han­de­nen Raum zeit­ge­mäß wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und neu zu inter­pre­tie­ren, sodass der Cha­rak­ter der alten Villa wei­test­ge­hend erhal­ten bleibt. Die Anpas­sun­gen sind fast aus­schließ­lich im Innen­be­reich pas­siert, die Fas­sade bleibt ihrem alten Erschei­nungs­bild treu. Im Inne­ren fügen sich die ein­ge­setz­ten Mate­ria­lien wie Holzober­flä­chen, Glas und mine­ra­li­sche Boden­be­schich­tun­gen in die his­to­ri­sche Bau­sub­stanz opti­mal ein. Klein­tei­lige Raum­auf­tei­lun­gen und Innen­räume wur­den auf­ge­löst und so sind auf rund 300 m² Wohn­flä­che offene, licht­durch­flu­tete Räume geschaf­fen wor­den. Durch die Akti­vie­rung des Dach­raums wird die Wohn­nutz­flä­che um 120 m² fast verdoppelt.

In die kom­plexe Dach­form wur­den, von der Stra­ßen­seite unein­sich­tig, zwei große Fens­ter­öff­nun­gen geschnit­ten, die das große Dach­vo­lu­men belich­ten. Der zusätz­lich benö­tigte Dach­auf­bau für die Däm­mung wurde in Abstim­mung mit dem nie­der­ös­terr­rei­chi­schen Denk­mal­amt so umge­setzt, dass die fei­nen, vom Japo­nis­mus inspi­rier­ten Dach­kon­tu­ren um die Man­sarde bei­be­hal­ten wer­den konn­ten. Alle außen­lie­gen­den Holz­teile des Daches wur­den reno­viert, die Deckung erfolgte mit dem his­to­ri­schen Dach­zie­gel „Wie­ner Tasche“ mit dem auch die his­to­ri­schen Aus­run­dun­gen der Dach­ver­schnei­dun­gen auf­wen­dig wie­der­her­ge­stellt wurden.

Im Innen­aus­bau wurde die sta­ti­sche Dach­kon­struk­tion unver­än­dert bei­be­hal­ten. Aus­ge­hend von der Tex­tur der Holz­ver­klei­dung in der Fas­sade wurde die gesamte Dach­kon­struk­tion innen als auch die Kamin­bankrück­wand im Küchen­be­reich mit einer mas­si­ven Sturz­scha­lung aus mas­si­ver Lär­che ver­klei­det. So ent­steht ein Wech­sel­spiel zwi­schen innen und außen das Bezüge zum Alt­be­stand her­stellt und auf über­ra­schende Weise eine ele­gante und warme Atmo­sphäre in dem groß­zü­gi­gen neuen Dach­raum schafft. Die hand­werk­li­che Her­aus­for­de­rung war, die zum Teil stark ver­zo­ge­nen Innen­flä­chen mit der geo­me­trisch prä­zi­sen Tex­tur zu über­zie­hen und zu einer ein­heit­li­chen Flä­che zusammenzufügen.

Fertigstellung 2020

Zeitraum: 2019-2020
Bauherr: Privat