SWAP - der Raum bin ich

SWAP — der Raum bin ich

Wohnexperiment für Stadtnomaden

SWAP stellt ein weit­rei­chen­des Expe­ri­ment dar, das zunächst das pri­märe Bedürf­nis des Woh­nens reflek­tiert und schließ­lich das gesamte städ­ti­sche Umfeld erfasst. Klas­si­sche Wohn­for­men und tra­dierte Gewohn­hei­ten wer­den über­wun­den, man ent­wi­ckelt das Modell eines moder­nen Stadt­no­ma­den­tums. Die Idee rekur­riert auf die Expe­ri­mente der Wohn­kom­mu­nen der sech­zi­ger Jahre und zeigt den­noch einen eigen­stän­di­gen, unse­rer Zeit adäqua­ten Ges­tus. In einem ers­ten Expe­ri­ment wird zwei Wochen lang inner­halb einer bestimm­ten Gruppe stän­dig die Woh­nung gewech­selt. Selbst­er­fah­rungs– und Gemein­schafts­pro­zesse rücken in den Mit­tel­punkt. Durch den per­ma­nen­ten Wech­sel legt sich ein viel­fäl­ti­ges Netz­werk über die Stadt. Indem man leer ste­hende Woh­nun­gen in den Kreis­lauf ein­be­zieht, wer­den die Raum­po­ten­ziale inten­si­ver genützt. Das Expe­ri­ment erfasst schließ­lich den gesam­ten städ­ti­schen Raum, nützt ganz all­ge­mein Leer­stel­len oder ver­dich­tet bestimmte Orte. Der dis­lo­zierte Mensch ist über­all und nir­gends zu Hause. Mit­tels der Ver­tei­lung der Infra­struk­tur belebt man den öffent­li­chen Raum und stellt die Sinn­haf­tig­keit der Stadt als Zen­trum urba­nen Lebens sicher. Grund­lage für die kom­plexe Orga­ni­sa­tion bil­det die Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie; über den swapo­ma­ten klinkt man sich ins swa­p­sys­tem ein, swap­com lie­fert als Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz die nötige Infor­ma­tion.
SWAP lässt reprä­sen­ta­tive, ans Eigen­tum gebun­dene Wohn­vor­stel­lun­gen auf radi­kale Weise hin­ter sich und expe­ri­men­tiert sowohl mit neuen Lebens­mus­tern als auch mit einer unkon­ven­tio­nel­len Aneig­nung der Umwelt. [Text: Mar­git Ulama “future vision housing”]

Wettbewerb
Future Vision Housing

Zeitraum: 2000-2001

SWAP book 2000 [.pdf]