200611_JKI Berlin- SWAP

Julius Kühn-Institut

Neubau Laborgebäude in Berlin-Dahlem

Das Labor­ge­bäude ist ein klar struk­tu­rier­tes und fle­xi­bel bespiel­ba­res Holz­re­gal. Ein Regal als Ort, der Wis­sen gene­riert und spei­chert. Das Gebäude wirkt kom­pakt und trans­pa­rent zugleich. Nach­hal­tig­keit als das zen­trale Anlie­gen ist an der Fas­sade sofort les­bar. Es setzt durch seine Bau­weise und sein Erschei­nungs­bild ein kla­res Zei­chen für einen ver­ant­wor­tungs­vol­len und nach­hal­ti­gen Umgang mit unse­rer Umwelt und den uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Rohstoffen.

Die vor­ge­setzte zarte Stahl­kon­struk­tion mit Son­nen­se­geln, inspi­riert von den Struk­tu­ren der umlie­gen­den Glas­häu­ser, ermög­licht die Beschat­tung der Innen­räume bei gleich­zei­ti­gem Aus­blick in die umlie­gen­den Gär­ten. Die gelb leuch­ten­den Metall­stäbe har­mo­nie­ren farb­lich mit den denk­mal­ge­schütz­ten Bestandsbauten.

Holz als regio­nal nach­wach­sen­der Werk­stoff wird für die Ober­ge­schosse sowie im Innen– und Außen­be­reich ein­ge­setzt. Nach­hal­tige Ener­gie­quel­len wie Solar­en­er­gie kom­men zur Anwen­dung. Begrünte Atrien und Dach­gär­ten mit ber­ank­ten Per­go­len ver­we­ben das Labor­ge­bäude mit der durch Anbau­flä­chen, Ver­suchs­an­la­gen und Glas­häu­ser gepräg­ten Umgebung.

Ein zen­tra­ler hoch­in­stal­lier­ter, mit stirn­sei­tig ange­dock­ten Erschließung-, Büro– und Gemein­schafts­be­rei­chen bil­den die klare und kom­pakte Funk­ti­ons­struk­tur des Neu­baus. Der Labort­rakt glie­dert sich über­sicht­lich in fas­sa­den­sei­tige Labors und Aus­wer­te­zo­nen und einen zen­tra­len Ver­sor­gungs­kern. Clus­ter 1 und Clus­ter 2 sind jeweils einem Geschoss zuge­ord­net, die mitt­lere Ebene wird gemein­sam genutzt. Dies ermög­licht kurze Wege zwi­schen den Arbeits­grup­pen und eine hohe Flexibilität.

Visua­li­sie­run­gen: Expressiv

Wettbewerb, 2. Stufe

Zeitraum: 2021
Bauherr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA)